Allgemein, Gedanken

Etikettenschwindel – Von negativen Glaubenssätzen

Hallo 😃

Da bist du ja wieder 😊

Heute möchte ich deinen Blick schärfen für deine negativen Glaubenssätze und Denkmuster.

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

– Henry Ford –

Glaubenssätze sind Gedanken. Sie sind so tief und fest in deinem Geist verwurzelt, dass sie für dich wahr und somit zu Leitlinien und Regeln geworden sind, die du dir – unbewusst – auferlegt hast.

Ihren Ursprung haben sie in früheren Erlebnissen, die du bewertest, verknüpft mit Emotionen. Glaubenssätze werden außerdem übernommen von unseren Eltern, von der Familie, Freunden, Arbeitskollegen, von der Gesellschaft.

Sehr wahrscheinlich hast auch du einen negativen Glaubenssatz oder gleich mehrere davon, ohne dass es dir bewusst wäre. Du denkst unbewusst negativ über sich selbst, andere Menschen, die Welt, das Leben. Du be-wertest unbewusst. Du be-urteilst und ver-urteilst unbewusst und klebst allem und jedem – einschließlich dir selbst – ein negatives Etikett auf.

„Das schaffe ich eh nicht.“, „Das Leben ist hart.“ oder „Ich habe immer Pech.“ sind nur drei Beispiele, wie du dich selbst sabbotierst mit negativen Gedanken – immer wieder unbewusst gedacht – und dich damit selbst ausbremst. Unbewusst handelst du nach deinen Glaubenssätzen und lebst nicht das Leben, welches du leben möchtest.

Das Beispiel „Das schaffe ich eh nicht.“

Denkt es in deinem Kopf immer wieder „Das schaffe ich (eh) nicht.“, weil du vielleicht schon ein paar Mal in deinem Leben negative Erfahrungen gemacht hast, wirst du sehr wahrscheinlich nichts Neues in deinem Leben ausprobieren oder lernen wollen, weil du von vornherein aufgibst. Lernst oder probierst du etwas Neues und es klappt nicht sofort, fühlst du dich durch deinen Glaubenssatz bestätigt. Die sogenannte Selbsterfüllende Prophezeiung hat eingesetzt.

Das Beispiel „Das Leben ist hart.“

Dieser Glaubenssatz gaukelt dir vor, dass das Leben aus Härte und Schufterei besteht und du keine Freude im Leben haben darfst und immer für alles hart arbeiten musst. Denkst du immer wieder, dass das Leben hart ist, dann wirst du dein Leben genauso – nämlich als hart – empfinden.

Das Beispiel „Ich habe immer Pech.“

Wenn du immer wieder – unbewusst – denkst, dass du immer im Leben Pech hast, verlagert sich dein Fokus auch auf das Negative in deinem Leben und wenn dir etwas Negatives passiert, fühlst du dich in deinem Motto bestätigt, denn du nimmst das Positive in deinem Leben nicht wirklich wahr.

Glaubenssätze erkennen

Ganz einfach zu erkennen sind Glaubenssätze nicht, aber bei genauer Betrachtung und bewusstem Blick auf deine Gedanken gibt es ein paar Hinweise:

Negative Glaubenssätze kannst du beispielsweise daran erkennen, dass du in Verallgemeinerungen denkst („nie“, „immer“, „alle“, „Männer“, „Frauen“, „Das macht man nicht“, „Das macht man eben so“).

Oder schau mal, ob es ein Muster in deinem Leben gibt, was sich immer wiederholt? Zum Beispiel, dass deine Partnerschaften nie lange halten? Dann könnte ein Glaubenssatz dahinterstecken. (Ganz klassisch „Ich gerate immer an die falschen Frauen/Männer.“)

Gibt es ein Motto wie zum Beispiel „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“, was sich Gebetsmühlenartig in deiner Familie durchgezogen hat? Möglicherweise hast du da einen Glaubenssatz unbewusst übernommen und handelst danach.

Du kannst negative limitierende Glaubenssätze auflösen und dir stattdessen positive Glaubenssätze und Denkmuster zu eigen machen. 👍🏻

Dazu mehr nächste Woche. 😃

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Allgemein, Gedanken

Was bewirkt Achtsamkeit?

Hallo 😃

Ich freue mich, dass du mich wieder auf meiner Seite besuchen kommst 😊

Was Achtsamkeit in der Theorie bedeutet, hatte ich im Post Was ist das eigentlich genau, Achtsamkeit? schon beschrieben. Heute schildere ich, was bewusstes Wahrnehmen bei mir bewirkt.

Seit etwa drei Jahren gewinnt ein bewusster achtsamer Blick auf die Dinge nun Raum in meinem Leben. Am Anfang habe ich mich schwer getan und bin immer wieder auch in alte Denk- und Verhaltensmuster verfallen. Aber das ist nichts Ungewöhnliches. So sind Gewohnheiten und Routinen eben eingeschleift. Je mehr ich mich aber mit meiner Achtsamkeit beschäftige, desto merke ich, dass ich zum Beispiel gelassener geworden bin. Dinge, die mich früher zur Weißglut getrieben haben, nehme ich heute wahr, als etwas, dass mich vielleicht stört, mich aber nicht mehr derartig aus der Fassung bringen kann.

Oder ich bin konzentriert bei einer Sache. Wo ich vor ein paar Monaten noch Multitasking betrieben habe, widme ich mich heute einer Sache bewusst.

Ich entdecke Denk- und Verhaltensmuster bei anderen Menschen und mir selbst. Und das tolle ist, ich kann das auch so lassen. Ich kann die anderen in ihrer Denkweise oder Verhaltensweise so lassen, wie sie sind und ich kann mich so lassen, wie ich denke oder verhalte. Ich bin mehr im Gleichgewicht, das bekannte „Gedankenkarussell“ ist deutlich weniger geworden.

Das Beste an der Achtsamkeit ist für mich allerdings, dass ich festgestellt habe, dass Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude Eckpfeiler in meinem Leben sind, die nicht von äußeren Einflüssen oder anderen Menschen abhängen. Viele Menschen beklagen, dass sie nicht glücklich sind, weil die Umstände – wie auch immer – widrig sind, ein anderer an irgendetwas Schuld hat etc. Für die Erkenntnis, dass ich für mein Glück ganz allein verantwortlich bin und niemand sonst, kam spät und der Weg dahin war steinig. Das Selbstbewusstsein spielt eine große Rolle. Wenn ich vorher negativ über mich gedacht habe (z.B. so Sätze wie „Das schaffst du eh nicht“), war da eben ein negatives Denken, dass ich so auch geglaubt und als wahr anerkannt habe. Heute kann ich wahrnehmen, dass der Gedanke erstens da ist, zweitens nicht stimmt und drittens woher er kommt.

Eine positive Grundhaltung hatte ich immer, aber durch die Achtsamkeitspraxis hat sie sich noch einmal mehr herausgebildet. In schwierigen Lebensumständen oder Situationen behalte ich Stabilität und Souveränität. Ich habe gelernt, Grenzen zu setzen – freundlich aber bestimmt. Und negative Emotionen dürfen durchaus da sein und werden als solche erkannt, sie bringen mich aber nicht mehr komplett aus der Fassung.

Insgesamt bin ich geduldiger geworden – mit den Menschen um mich herum wie auch mit mir.

Achtsam mit seinen Mitmenschen und sich selbst zu sein, in den Dingen, die man tut, die Emotionen oder Körperempfindungen, die man fühlt, ist für mich mittlerweile eine wichtige Sache geworden. Und ehrlich gesagt, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es in meinem Leben ohne Achtsamkeit wäre. 👍🏻😃

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