Allgemein, Gedanken

Vergnügen versus Vorsicht

Hallo 😃

Schön, dass du mich wieder auf meiner Seite besuchen kommst 😊

Ende letzter Woche war ich beim Arzt zur Wundkontrolle. Vor drei Wochen hatte ich eine Operation. Ein Tumor ist mir aus der Brust entfernt worden. Aber ich bin ein Glückskeks – er ist komplett gutartig. Im Vorfeld wurden schon Gewebeproben entnommen und daher hat niemand etwas Bösartiges erwartet, aber trotzdem ist das Gewebe dann noch mal sehr genau untersucht worden. Und vor „Überraschungen“ ist man nie gefeit, wie ich selbst gemerkt habe: Ursprünglich hatte ich in der anderen Brust etwas getastet, was ich nicht einordnen konnte. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine gutartige Zyste. Der Tumor, der nun operativ entfernt wurde, war ein Zufallsbefund, weil man im Brustzentrum aufgrund der Zyste sehr gründlich untersuchte. Aber das Schlimmste ist überstanden, die Zyste hat sich von allein verabschiedet, der Tumor ist entfernt und Gott sei Dank gutartig und alles heilt. 🙏🏻

Die Narbe ist noch frisch, es ist noch alles geschwollen, blau und grün und schmerzhaft, dennoch steht in den nächsten Wochen die Teilnahme an einem tollen großen Konzert auf dem Programm. Irgendwie hab ich ja Muffe, dass ich – unabsichtlich – von jemand einen Schlag auf die operierte Brust bekomme. Da steht dann die Frage im Raum, ob so ein Großereignis so frisch operiert denn überhaupt schon geht und machbar für mich ist oder ob es nicht besser ist, Vorsicht walten zu lassen und auf die Teilnahme am Konzert zu verzichten. 🤔

Dann denke ich, ich hatte so ein Glück, dass ich dieses Konzertticket erstanden habe. 😃🎉 Was für ein Ereignis. Wer weiß, wann sich wieder die Gelegenheit bietet?

Dann schießt mir durch den Kopf, dass ich vor ein paar Tagen „zufällig“ durch eine Anzeige in der Zeitung vom Tod eines langjährigen Nachbarn aus meiner Kindheit und Jugend erfahren habe. Aus der Anzeige ging hervor, dass er gegen eine Krankheit ankämpfte und zum Schluss die Kraft nicht reichte, der Krankheit die Stirn zu bieten. Ob er mit seinem Leben, so wie er es gelebt hat, zufrieden und glücklich war? Ob er wohl alles, was er sich erträumt hat, in seinem Leben umsetzen konnte, so dass er ohne etwas zu bereuen gehe konnte?

Wenn es für mich irgendwann an der Zeit ist, diese Erde zu verlassen – und das wird so bald hoffentlich nicht geschehen, mein Ziel ist es, bei guter Gesundheit steinalt zu werden – dann möchte ich nicht gehen müssen mit dem Gefühl, aus Vorsicht und aus Angst es könne ja etwas Schlimmes passieren auf vieles verzichtet zu haben.

Es gibt ja spannende Bücher oder auch Berichte von Menschen, die an ihrem Lebensende erzählen, was sie bereuen, in ihrem Leben nicht getan oder getan zu haben. Ihr Leben lang nicht ausreichend für sich selbst eingestanden zu haben zum Beispiel. Oder ihr Leben lang nicht ausreichend authentisch gewesen zu sein und sich verbogen zu haben, nur damit andere sie mögen zum Beispiel. Oder ihr Leben lang immer alles beim alten belassen zu haben und sich gegen Veränderungen gestellt zu haben zum Beispiel. Die Liste, was Menschen an ihrem Lebensende bereuen, ließe sich noch weiterführen.

Ich möchte nicht bereuen, etwas für „bessere Zeiten“ aufzusparen. Ich möchte nicht bereuen, in meiner Komfortzone geblieben zu sein und nichts dazugelernt zu haben und nichts riskiert zu haben. Ich möchte nicht bereuen, dass in meinem Leben immer alles langweilig beim alten bleibt und sich nichts verändert.

Der Arzt hat mir für die Teilnahme am Konzert grünes Licht gegeben. Bis es stattfindet, sind noch ein paar Wochen hin, bis dahin ist die Narbe und die Wunde schon wieder ein Stückchen besser geheilt. 😊

Abenteuer beginnen außerhalb der Komfortzone 😃 Trau dich 💪🏻👍🏻

📷 pixabay.com

Allgemein

Hallo Welt oder Mutausbruch

Willkommen auf meiner Seite 😃

Dies ist also der allererste Blogeintrag. Sollte der nicht gefeiert werden mit Trommelwirbel, Tusch und Trara? Keine Ahnung. Hier bin ich nun also, habe mein altbekanntes sicheres Terrain verlassen, bin weit außerhalb meiner Komfortzone, öffentlich und zeige mich.

Wer bloggt denn hier?

Ich heiße Antje, bin Anfang 40 und lebe in Niedersachsen.

Alles, was mit Achtsamkeit und Bewusstsein zusammenhängt, interessiert mich. Ob das das bewusste Wahrnehmen meiner Gedanken, Emotionen und Empfindungen ist oder Ernährung oder Yoga. Für mich gehört das irgendwie alles zusammen.

Außerdem liebe ich das raue Klima der Nordsee. Jedes Jahr fahre ich mindestens einmal hin. Ein paar Tage Ausbruch aus dem Alltag dorthin reichen mir schon, um neue Energie zu tanken.

Und ich begeistere mich für fast alles, was man mit Nadel und Faden handarbeiten kann, bevorzugt stricke ich in meiner Freizeit. Kleidungsstücke selber machen finde ich generell toll und beim Stricken ist Achtsamkeit auch ratsam. So schließt sich also der Kreis. 😊

Bauch/Hirn? 🤔

Durch einen Schicksalsschlag 2013 bin ich über Umwege zum Thema Achtsamkeit gekommen. Seitdem gewinnt sie mit all ihren Facetten in meinem Leben Raum. Zum achtsamen Leben gehört für mich alles, was mir gut tut. Das umfasst einen bewussten Blick auf meine Gedanken und Emotionen genauso wie eine bewusste Ernährung oder Bewegung.

In die eine oder andere Richtung der Achtsamkeit habe ich in den letzten Jahren reingeschnuppert und festgestellt, je spiritueller es wird, desto schwerer tue ich mich damit. Spätestens wenn es darum geht, dass ich meine Wünsche ans Universum senden soll, geht bei mir der Rollladen runter und ich bin raus. Ich habe eine immense Vorstellungskraft – aber soweit reichts dann doch nicht.

Meine Achtsamkeit lebe ich dualistisch intuitiv und kopflastig – eben mit Bauch(gefühl) und Hirn. 😊

Ein weiterer Achtsamkeits-Blog?

Weder bin ich Yoga-Lehrerin noch habe ich bislang ein Buch zum Thema geschrieben noch bin ich Expertin oder Coach. Dieser Blog soll mich auf meinem Weg zu einem achtsameren Leben unterstützen. Und wenn du mich auf meinem Weg begleiten magst und meine Impulse Anschubser für dich sind, ebenfalls etwas bewusster in deinem Leben unterwegs zu sein, ist das das Beste, was er bewirken kann.

Manche Fragen im Leben haben den Anschein, banal zu sein, die Antwort führt aber vielleicht schon zur nächsten Frage. 😊

Ich bin gespannt auf unterschiedliche Antworten und regen Austausch 😊