Allgemein, Gedanken

Was bewirkt Achtsamkeit?

Hallo 😃

Ich freue mich, dass du mich wieder auf meiner Seite besuchen kommst 😊

Was Achtsamkeit in der Theorie bedeutet, hatte ich im Post Was ist das eigentlich genau, Achtsamkeit? schon beschrieben. Heute schildere ich, was bewusstes Wahrnehmen bei mir bewirkt.

Seit etwa drei Jahren gewinnt ein bewusster achtsamer Blick auf die Dinge nun Raum in meinem Leben. Am Anfang habe ich mich schwer getan und bin immer wieder auch in alte Denk- und Verhaltensmuster verfallen. Aber das ist nichts Ungewöhnliches. So sind Gewohnheiten und Routinen eben eingeschleift. Je mehr ich mich aber mit meiner Achtsamkeit beschäftige, desto merke ich, dass ich zum Beispiel gelassener geworden bin. Dinge, die mich früher zur Weißglut getrieben haben, nehme ich heute wahr, als etwas, dass mich vielleicht stört, mich aber nicht mehr derartig aus der Fassung bringen kann.

Oder ich bin konzentriert bei einer Sache. Wo ich vor ein paar Monaten noch Multitasking betrieben habe, widme ich mich heute einer Sache bewusst.

Ich entdecke Denk- und Verhaltensmuster bei anderen Menschen und mir selbst. Und das tolle ist, ich kann das auch so lassen. Ich kann die anderen in ihrer Denkweise oder Verhaltensweise so lassen, wie sie sind und ich kann mich so lassen, wie ich denke oder verhalte. Ich bin mehr im Gleichgewicht, das bekannte „Gedankenkarussell“ ist deutlich weniger geworden.

Das Beste an der Achtsamkeit ist für mich allerdings, dass ich festgestellt habe, dass Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude Eckpfeiler in meinem Leben sind, die nicht von äußeren Einflüssen oder anderen Menschen abhängen. Viele Menschen beklagen, dass sie nicht glücklich sind, weil die Umstände – wie auch immer – widrig sind, ein anderer an irgendetwas Schuld hat etc. Für die Erkenntnis, dass ich für mein Glück ganz allein verantwortlich bin und niemand sonst, kam spät und der Weg dahin war steinig. Das Selbstbewusstsein spielt eine große Rolle. Wenn ich vorher negativ über mich gedacht habe (z.B. so Sätze wie „Das schaffst du eh nicht“), war da eben ein negatives Denken, dass ich so auch geglaubt und als wahr anerkannt habe. Heute kann ich wahrnehmen, dass der Gedanke erstens da ist, zweitens nicht stimmt und drittens woher er kommt.

Eine positive Grundhaltung hatte ich immer, aber durch die Achtsamkeitspraxis hat sie sich noch einmal mehr herausgebildet. In schwierigen Lebensumständen oder Situationen behalte ich Stabilität und Souveränität. Ich habe gelernt, Grenzen zu setzen – freundlich aber bestimmt. Und negative Emotionen dürfen durchaus da sein und werden als solche erkannt, sie bringen mich aber nicht mehr komplett aus der Fassung.

Insgesamt bin ich geduldiger geworden – mit den Menschen um mich herum wie auch mit mir.

Achtsam mit seinen Mitmenschen und sich selbst zu sein, in den Dingen, die man tut, die Emotionen oder Körperempfindungen, die man fühlt, ist für mich mittlerweile eine wichtige Sache geworden. Und ehrlich gesagt, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es in meinem Leben ohne Achtsamkeit wäre. 👍🏻😃

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Allgemein

Was ist das eigentlich genau, Achtsamkeit?

Hallo 😃

Ich freue mich, dass du wieder in meinem Blog vorbeischaust 😊

Heute gibt’s einen kleinen Theorie-Abriss darüber, was Achtsamkeit denn eigentlich ist.

Achtsamkeit in der Theorie

Achtsamkeit (engl. Mindfulness) ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit. Dabei geht es darum, den Moment oder etwas, das wir tun, bewusst wahrzunehmen, im Hier und Jetzt ganz da, präsent zu sein. Die Grundidee von Achtsamkeit ist Stressbewältigung, Entspannung und Entschleunigung.

In der reizüberfluteten Welt, in der wir leben, prasseln unendlich viele Dinge auf uns ein. Wir machen mehrere Dinge gleichzeitig und betreiben Multitasking, dabei fehlt der Fokus und die Konzentration auf eine Sache. Wir haben größtenteils am Tag den Autopiloten angeschaltet und Routine und Gewohnheiten lassen uns mitunter am Leben vorbeileben.

Gewohnheiten und Routinen

So gehen wir morgens beim Zähneputzen schon im Kopf die To-do-Liste für den Tag durch,
schlingen hastig unser Frühstück herunter, während wir uns vom TV-Gerät und Radio berieseln lassen und dabei übers Smartphone chatten,
die immer gleiche Strecke von zu Hause zur Arbeit schon fast im Schlaf kennen und uns dabei wundern, wie wir urplötzlich von A nach B gekommen sind,
wir am Arbeitsplatz vor lauter Stress nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht, weil Kundschaft im Raum steht und beraten werden möchte, das Telefon klingelt und der Chef die neuesten Auswertungen haben möchte und das alles gleichzeitig,
nach der Arbeit fahren wir zum Supermarkt und laden uns den Einkaufswagen mit Tiefkühlpizza, Dosenravioli und anderen Convenience-Lebensmitteln voll,
ärgern uns über unseren Partner, weil er den Müll schon wieder nicht rausgetragen hat,
ärgern uns über uns selbst, weil wir uns schon wieder geärgert haben und so weiter und so fort…

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen und du merkst schon, auch du bist die meiste Zeit am Tag in Gewohnheiten und Routinen unterwegs. Du bemerkst deine Verhaltensmuster, dein Gedankenkarussell dreht die immer gleichen Runden und hängt in Grübeleien in der Vergangenheit fest oder sorgt sich um die Zukunft und es denkt in deinem Kopf die immer gleichen Gedanken. Du spürst die immer gleichen Emotionen, du ärgerst dich, du bist gestresst, du wärst gern glücklich.

Achtsamkeit ist…

Achtsamkeit bedeutet, nicht nur körperlich, sondern vor allem mental in diesem Moment präsent zu sein, diesen Moment zu achten, ohne zu werten. Denn wenn wir unseren Autopiloten angeschaltet haben, bewerten wir alles und jeden und es denkt in einer Tour in unserem Kopf. Wir sind die meiste Zeit gefangen in Gedanken über die Vergangenheit oder der Zukunft, selten aber in der Gegenwart. In Momenten der Achtsamkeit liegt der Fokus auf etwas außerhalb unserer Gedanken. Dies kann zum Beispiel sein, dass wir am Strand sitzen und dem Meeresrauschen zuhören, die Gedanken sind dann für einen Moment ausgeblendet, wir „hören“ unsere Gedanken dann quasi nicht. Wir sind dann achtsam und nehmen nur das Meeresrauschen wahr. Ein anderes Beispiel ist das bewusste Wahrnehmen der Atmung, das Wahrnehmen der kühleren Luft an der Nasenspitze, wenn wir einatmen. In dem Moment sind wir achtsam und das Gedankenwirrwarr in unserem Kopf ist ausgeblendet.

📷 selbstgeknipst am 07.06.2018