Achtsamkeits-Übungen, Allgemein

Eine kleine Achtsamkeits-Übung 2 – Deine Atmung

Hallo 😃

Ich freue mich, dass du wieder dabei bist 😊

Heute möchte ich deinen Blick schärfen für deine Atmung.

Ich finde, atmen ist schon fast gleichzusetzen mit „am Leben sein“. Das Atmen passiert automatisch, du atmest immer – am Tag, in der Nacht, in Ruhe und unter körperlicher Anstrengung. Deine Atmung ist immer da, sie geschieht einfach. Du kannst dich immer darauf verlassen, dass sie zuverlässig da ist. 😃

Ist dir schon mal aufgefallen, dass bei der Atmung dein Körper immer in Bewegung ist? Deine Nasenflügel, dein Mund, deine Kehle, dein Brustkorb, dein Bauch bewegen sich bei der Atmung immer mit.

Sie ist auch immer unterschiedlich. Das Atemgeräusch ist immer anders, die Tiefe der Atmung und auch die Menge der Luft, die du ein- und ausatmest, ist nie gleich. Unterschiede machen sich bemerkbar je nachdem, ob du ruhig, ob du gestresst oder ob du ängstlich bist.

Wie bewusst bist du dir deiner Atmung?

Hierzu habe ich eine kleine Achtsamkeits-Übung für dich

Setz dich auf einen Stuhl. Achte darauf, dass du dich nicht anlehnst und dass du deinen Rücken gerade hältst. Stelle deine Beine auf, deine Füße berühren den Boden. Lege deine Hände auf deinen Oberschenkeln ab, dabei spielt es keine Rolle, ob die Handflächen auf den Oberschenkeln aufliegen oder nach oben zeigen. Du kannst deine Augen schließen oder offen lassen, ganz wie du magst.

Komm in diesem Moment an, indem du drei Mal tief durch die Nase einatmest und durch den Mund wieder ausatmest. Danach atmest du wieder ganz normal in deinem Atemrhythmus.

Lenke nun deine Aufmerksamkeit darauf, welchen Weg die Luft, die du einatmest, nimmt. Sie strömt durch Nasenflügel, Mund, Kehlkopf und Luftröhre in deine Lunge. Bei der Ausatmung nimmt die Luft den Weg entgegengesetzt wieder aus deinem Körper heraus. Nimm den Moment deiner Ein- und Ausatmung wahr, ohne zu bewerten.

Nun sei dir der Tatsache bewusst, dass beim Einatmen an den Nasenflügeln die Luft noch kühl ist, beim Ausatmen ist die Luft etwas wärmer. Nimm einfach nur wahr, bewerte nicht.

Wo kannst du deine Atmung am besten wahrnehmen? An den Nasenflügeln, wo die Luft bei jeder Einatmung noch kühl ist und bei jeder Ausatmung etwas wärmer? Oder am Brustkorb, der sich bei jeder Einatmung hebt und bei jeder Ausatmung senkt? Oder spürst du deine Atmung am ehestem am Bauch, der sich bei jeder Einatmung wölbt und bei jeder Ausatmung wieder senkt?

Versuche nicht, deinen Atem kontrollieren oder manipulieren zu wollen und ihm einen anderen Rhythmus diktieren zu wollen. Er hat seinen eigenen Rhythmus. Sei dir dessen bewusst, aber bewerte nicht.

Komm nun mit deiner Aufmerksamkeit zu der kleinen Pause, die immer da ist, wenn du das Ende deiner Einatmung erreicht hast. Sie ist auch immer da, wenn du das Ende deiner Ausatmung erreicht hast. Kannst du die kurzen Atempausen wahrnehmen? Bewerte nicht, sei dir nur bewusst, dass sie da sind.

Spannend, was du wahrnehmen kannst, wenn du deine Aufmerksamkeit nur auf eine Sache lenkst wie beispielsweise deine Atmung, oder? Diese kleine Übung kannst du locker im Büro, in der Mittagspause, auf einer Bank im Park etc. durchführen. Beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen solltest du diese Übungen jedoch sein lassen, da gilt jede Aufmerksamkeit dem Autofahren oder eben dem Bedienen von Maschinen. 😉

Je häufiger und regelmäßiger du solche kleinen Achtsamkeits-Übungen machst, desto schneller wirst du dich selbst im größten Gewusel erden können.

😊

Allgemein, Gedanken

Wie geht’s dir eigentlich?

Hallo 😃

Prima, dass du wieder da bist 😊

Wie geht es dir? 🤗

Eine kleine Frage mit großer Bedeutung.

Die meisten von uns antworten wohl mit „Gut.“ Das ist eben so eingeübt. Ob derjenige, der uns gefragt hat, überhaupt wirklich wissen will, wie es uns geht? Wollen wir überhaupt genau wahrnehmen, wie es uns geht? Dann müssten wir uns ja mit unseren Gefühlen, Emotionen und Befindlichkeiten auseinandersetzen. Wirklich auseinandersetzen. Manche von uns machen das nicht gern. Da kommt so ein „Gut.“ doch gerade Recht, wie aus der Pistole geschossen, ohne dass wir noch mal genauer in uns reinfühlen müssten.

Sind wir denn eigentlich wirklich daran interessiert, zu erfahren, wie es dem anderen geht? Oder ist die Frage „Wie geht es dir?“ nur eine Phase, eine Floskel zum Smalltalk, zum Gesprächseinstieg? Weil man das eben so fragt? Oder wollen wir wirklich Anteil haben am Leben unseres Gegenübers? Wollen wir wirklich wissen, wie sich der andere fühlt, wie sein Tag gerade läuft, was die Kinder machen, wie es dem Partner geht, was der andere für Ziele hat etc.? 🤔

Gehörst du zu denen, die nicht nur mit „Gut.“ antworten, sondern ausführlich über ihren Tag, ihre Pläne, wie es Job und privat läuft, berichtet? Gehörst du zu denen, die, wenn die Dinge in deinem Leben gerade nicht gut laufen, ehrlich antworten „Es geht mir beschissen.“ Oder gehörst du zu denen, die meinen, es interessiert den anderen ohnehin nicht und hältst dich mit deiner Antwort knapp?

Gehörst du zu denen, die nach ihrer Antwort auch nachfragen „Und selbst?“ Gehörst du zu denen, die sich nicht nur selbst gern reden hören und die Anteil haben wollen am Leben des anderen? Gehörst du zu denen, die interessiert sind am anderen und zuhören möchten?

Gehörst du zu denen, die eine negative Antwort des anderen aushalten und ertragen können? Oder gehörst du zu denen, die auf „Es geht mir nicht so gut, weil…“ ein „Da musst du durch.“ oder „Du musst immer positiv denken.“ raushauen? Gehörst du zu denen, die die Gefühle, Emotionen, Sorgen, Ängste des anderen, der dir gerade in einer ehrlichen Antwort sein Herz ausgeschüttet hat, einfach vom Tisch wischen als würden sie nicht existieren? Oder Gehörst du zu denen, die die Gefühle und Emotionen, die Ängste und Sorgen des anderen wahrnehmen können? Und aushalten? Gehörst du zu denen, die empathisch sind und all das Negative, die Sorgen und Ängste etc. nachfühlen können?

Aufrichtig und ehrlich mit Interesse gestellt, ist die Frage „Wie geht es DIR?“ echte Wertschätzung des anderen. Genauso ist eine ehrliche Antwort, in der dir der andere seine Sorgen, Ängste, Gefühle mitteilt, echte Wertschätzung. Und Vertrauen. Der andere fühlt sich gehört, gesehen, wahrgenommen.

Gehörst du zu denen, die auf das „Wegwischen“ der Antwort sagen: „Wenn du nicht interessiert bist, dann frage mich nicht.“? Oder schluckst du deine Enttäuschung über die Reaktion herunter und nimmst dir vor, das nächste Mal auf die Frage mit „Gut.“ zu antworten?

Also, wie geht es dir? 🤗

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